Der Meister und Margarita |
|
http://www.viennaticketoffice.com/detail_de.php?ID=e05205001 Bulgakows opus magnum ist eine Mischung aus ironischem Fantasy-Roman und ´Faust´-Paraphrase, Slapstick, schwarzer Romantik und philosophischer Spekulation. Ihm liegt ein poetisch-anarchisches Credo zugrunde, das auch heute noch eine Provokation unseres aufgeklärten Bewusstseins und einiger seiner liebsten Gewohnheiten darstellt.
Wir sind nicht allein. In Michail Bulgakows Kultroman ´Der Meister und Margarita´ aus den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verbreitet das plötzliche Auftauchen des Teufels Angst und Schrecken unter der Moskauer Bevölkerung. Dabei ist seine Mission, gelinde gesagt, paradox.
Getreu dem Motto, das er von Goethes Mephisto entlehnt hat, er sei ´ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft´, dient die Heraufkunft des Satans nämlich einem fröhlichen und gänzlich unfrommen, gewissermaßen ´negativen´ Gottesbeweis, demzufolge die Existenz eines höchsten Wesens ausschließlich aus der Anwesenheit seines teuflischen Gegenspielers geschlossen werden kann. Die irdische Macht, der sowohl die höheren wie die niederen Kräfte sich offensichtlich besonders verbunden fühlen, ist die Poesie. So rettet der Teufel die Liebe zwischen Margarita und dem ´Meister´, einem Schriftsteller, der sich vor den Nachstellungen, die sein Roman über Pontius Pilatus voneiner bornierten Kritik erfährt, in ein Irrenhaus zurückgezogen hat. Und sogar der liebe Gott lässt am Ende mitteilen, auch er habe den Roman mit Wohlgefallen gelesen. |
|
|
Hier einen neuen Eintrag anlegen
|
|
|